Unsere Chronik

Der Verein wurde unter dem Namen “Schützenverein Starkheim” gegründet.  Die Gründungsversammlung fand am    6.11.1950 im Gasthaus Kellner in Starkheim statt, wozu sich 13 Interessenten einfanden. Die Versammlung wählte eine Vorstandschaft, bestimmte zwei Zieler und zwei Schreiber. Für den Anfang kaufte man ein gebrauchtes Luftgewehr. Die Schießscheiben hatten 12 Ringe und da es zu dieser Zeit noch keine Scheibenzuganlagen gab übermittelte ein Zieler, der in einer Deckung neben der Scheibe postiert war, das Ergebnis welches der Schreiber in eine Schießklade niederschrieb.

Zieler3

Der Zieler zeigte mit der Kelle die Lage des Schusses an und rief  dem Schreiber und Schützen das erreichte Ringergebnis zu. Erzielte ein Schütze einen 12er ( Blattl )  ließ er einen Jauchzer los, dafür bekam er ein Qartl Bier (Schoppen ).

Der Schießtag wurde am Samstagabend abgehalten. An jedem Schießabend wurde  ein Vortel ausgeschossen, diesen konnte jeder Schütze nur einmal in der Schießsaison gewinnen. Den ersten Vortel kaufte der Verein die weiteren  mussten die Gewinner für das nächste Schießen besorgen.

Die Schießsaison begann im Herbst und ging bis ins Frühjahr. Ausgetragen wurde eine Vereinsjahresmeisterschaft bei der 10 Schießen gewertet wurden.

Weitere Schießen waren Nussschießen, Kindstaufschießen und das ausschießen von gespendeten Sachpreisen. Beim Kindstaufschießen waren die Frauen aller Schützen von den Kindseltern eingeladen welche auch die Sachpreise spendeten und entschieden nach welcher Wertung geschossen wurde.

Die erste Vorstandschaft

Vorstand:  Heubl Josef aus Ried

Kassier: Wallner Konrad aus Liebhartberg

Schriftführer: Schwarzenböck Josef aus Öd

 

Weitere Personen welche dem Verein vorstanden:

Gartner Josef, Prametsberger Hans, Haumaier Georg, Sterr Josef jun., Pfisterhammer Josef, Pfisterhammer Andreas und jetziger Vorstand Steinberger Klara.

 

Starkheim-1

Die Gastwirtschaft Kellner um 1950

Starkheim-2

Bis 1952 hatte der Verein nur ein normales Luftgewehr zum Schießen. Im  Herbst 1952 kaufte man das erste Matchgewehr “Walther Meisterbüchse”

Der Verein gewann 1952 das Gaupokalschießen in Kraiburg am Inn. Somit stand fest, dass dieses Schießen 1953 in Starkheim stattfindet. An diesem  Pokalschießen beteiligten sich 8 Mannschaften mit insgesamt 78 Schützen. Den Gaupokal gewann die Schützengilde Waldkraiburg. Für dieses Schießen wurde das Nebengebäude der Gastwirtschaft genutzt. Die Flossinger Jäger veranstalteten zusätzlich ein Tontaubenschießen auf der Wiese neben der Gastwirtschaft.

Starkh-Stand5

Bei diesem Schießen wurden Scheibenzuganlagen verwendet. Unser Verein  behielt zwei Scheibenzuganlagen für den Schießbetrieb. Der Zieler wurde somit überflüssig. Der Schreiber den man im Bild oben sieht bediente die Anlage, wertete die Scheiben aus und schrieb diese in die Schießklade. Im Bild rechts und unten sieht man den Wurftaubenstand.

 

Starkh-Stand2

Von den nächsten Jahren ist nicht mehr viel an Unterlagen vorhanden. Das  Bild unten zeigt vermutlich die fünfte Schützenscheibe die im Verein ausgeschossen wurde. Die 4 anderen konnten nicht gefunden werden.

Rehscheibe

Unterlagen liegen uns erst wieder ab 1967 vor, in Form der Schießbücher. Der  damalige Vorstand Prametsberger Hans lud Jugendliche ein um den Verein der ziemlich überaltert war zu verjüngen, was ihm durch persönliche Einladungen auch gelang. Den Jungschützen wurde der Schießbetrieb gezeigt um sie für den Schießsport zu begeistern. Jedes Jahr konnten junge  Mitglieder gewonnen werden.

Vom Gaupokalschießen gibt es fast keine Unterlagen mehr, daher kann außer dem Siegerverein nichts mehr belegt werden. Das Bild unten ist  vermutlich eine Standliste vom besagten Schießen.

 

Sieger-Gausch1

In den 60er Jahren legte sich der Verein ein zweites Luftgewehr zu, außerdem erwarb man eine mechanische Teilerlesemaschine. Zu sehen im Bild  unten.

Teilermasch1

In den kommenden Jahren kamen immer mehr Jugendliche zum Verein, da an jede, Schießabend ein Jugendpreis zu gewinnen gab. Leider wurden die Altschützen immer weniger. Das führte 1975 zu der Situation, dass von der  Vorstandschaft niemand mehr zum Verein kam, somit war dieser ohne Führung. Die Gruppe von Jugendlichen versuchte die Vorstandschaft zu bewegen weiter zu machen, was diese aber nicht mehr wollten. Die Hauptversammlung  1975 fand ohne die alte Vorstandschaft und den Altschützen statt. Bei  dieser Versammlung übernahmen die Jugendlichen den Verein mit der Wahl eines neuen Vorstandes. Als Vorstand wurde Haumaier Georg jun. gewählt.

Das nächste Jahr brachte wieder einen Zuwachs an Mitgliedern. Für 1977 plante der Verein, dass auch die Frauen am Schießen teilnehmen sollen, was auch angenommen wurde. Die Gastwirtschaft wurde zum Ausflugslokal und der Schießbetrieb wurde immer schwieriger, als Notlösung wurde in der Schreinerwerkstatt der Stand aufgebaut, dies war wegen des Werkstattbetriebes aber auch keine Lösung.

Es wurde nach einer Lösung gesucht, was sich aber als sehr schwierig erwies, als keine Möglichkeit in der Gastwirtschaft Kellner zustande kam, beschloss  man ein anderes Lokal zu suchen. Nach langem Suchen und einigen  Möglichkeiten entschloss man sich mit dem SV Flossing in der Gastwirtschaft Mittermaier eine gemeinsame Anlage mit 6 Ständen zu  bauen. Diese wurde 1980 mit einem Eröffnungsschießen eingeweiht, der  Name des Vereins wurde in “Hörndlbergschützen Flossing” geändert. Der Name hat einen Bezug zu Flossing, der Hörndlberg liegt am Inn. Über ihn gibt es eine Sage von einem Raubritterschloss von dem aus die Bewohner die Innschiffer überfielen und ausraubten. (siehe Hörndlbergsage)

Da man in Flossing die Jugendarbeit wieder beleben konnte, wurde für die Jugend 1980 eine Jungschützenkette angeschafft. Der Verein beteiligte sich ab 1983 mit einer  Luftgewehrmannschaft an den Gaurundenwettkämpfen im Gau Mühldorf. In diesem Jahr ließ man für die Schützen eine  Schützenkette anfertigen. Eine zweite Mannschaft beteiligte sich ab 1985 an den Gaurundenwettkämpfen. In diesem Jahr feierten wir auch das 35-jährige Bestehen des Vereins. Aus diesem Anlass wurde mit den umliegenden Vereinen ein Preisschießen im kleinen Rahmen veranstaltet.

 

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